Stillen
Stillen ist eine wunderbare Möglichkeit, Ihrem Baby in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten die bestmögliche Ernährung zu geben. Muttermilch enthält alle Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung und ist perfekt auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt.
Aber machen Sie sich keine Sorgen, wenn es mit dem Stillen nicht auf Anhieb klappt. Es kann eine Weile dauern, bis Sie und Ihr Baby den Dreh raushaben. Wichtig ist, dass Sie sich nicht unter Druck setzen. Denn eine entspannte und glückliche Mutter ist noch wichtiger für die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Kindes als das Stillen selbst. Wenn Sie gestresst oder überfordert sind, kann das die Beziehung zu Ihrem Kind beeinträchtigen.
Sie sind nicht allein. Viele Mütter haben Schwierigkeiten beim Stillen. Hebammen und ausgebildete Stillberaterinnen bieten deshalb Unterstützung und Beratung an. Das ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wir haben Ihnen unten auf der Seite einige Anlaufstellen verlinkt. Auch eine Stillgruppe kann manchmal hilfreich sein.
Bitte denken Sie immer daran:
Stillen ist sehr gut für Ihr Kind, aber noch wichtiger ist eine ausgeglichene Mutter.
Sie sind seit Wochen nur noch mit Anlegen und Abpumpen beschäftigt und kommen deshalb kaum noch dazu, sich zu waschen oder rauszugehen? Ihr Leben dreht sich nur noch ums Stillen und dass genügend Milch da ist? Sie reagieren zunehmend gereizt? Dann raten wir Ihnen, sich nicht noch weiter damit zu stressen, bis sie gar nicht mehr können. Legen Sie die Pumpe weg, stillen Sie dann, wenn es klappt, und füttern Sie ansonsten Pre-Nahrung. Machen Sie es so, wie es für Sie und Ihr Baby am besten funktioniert. Es ist keine Schande, wenn es mit dem Stillen nicht klappt. Sie sind eine großartige Mutter, unabhängig davon, wie Sie Ihr Baby ernähren.
Geht es Ihnen anhaltend schlecht, obwohl sich die Ernährungssituation Ihres Babies entspannt hat? Dann könnten Sie eine Wochenbettdepression haben.