Kopfläuse
Ihr Kind kratzt sich am Kopf, weil er stark juckt? Dann könnte es Kopfläuse haben.
Für Kopfläuse muss man sich nicht schämen, denn jeder kann sie bekommen.
Kopfläuse sind ungefähr zwei bis drei Millimeter lange, flügellose Insekten, die vorwiegend in Kopfhaaren leben. Um sich zu ernähren, stechen sie und saugen mehrmals täglich Blut.
Woran erkenne ich Kopflausbefall?
- Starker Juckreiz auf der Kopfhaut
- Eventuell rötliche Hauveränderungen, die wie Insektenstiche aussehen am Hinterkopf, im Nacken, an den Schläfen und an der Haargrenze hinter den Ohren. An diesen Stellen saugen die Läuse besonders gerne, weil dort die Haut besonders dünn und angenehm temperiert ist.
- Eventuell sehen Sie die Eihüllen (Nissen) der Läuse. Das sind weiße, schuppenähnliche Gebilde, die ungefähr einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt, fest an den Haaren kleben und sich nicht wie Schuppen abschütteln lassen.
- Eventuell können Sie die Läuse als dunkle, bewegliche Punkte auf der Kopfhaut erkennen
Muss mein Kind zum Arzt?
Nein. Damit Sie und Ihr Kind die Läuse schnell wieder loswerden, können Sie einfach in der Apotheke ein Shampoo dagegen kaufen.
Beginnen Sie dann umgehend mit der Behandlung, um die Läuse abzutöten und anschließend die Hauterscheinungen zu heilen. Das ist wichtig, damit Ihr Kind sich nicht blutig kratzt. Denn offene Wunden können Eintrittspforten für Bakterien sein.
Was kann ich selbst tun?
- Nehmen Sie Ihrem Kind die Angst und den Ekel und bleiben Sie geduldig.
- Planen Sie ausreichend Zeit für die Behandlung ein, und führen Sie das Behandlungsschema exakt und ausreichend lange durch. Wichtig: Acht bis zehn Tage nach der ersten Behandlung müssen Sie die Behandlung wiederholen, um auch die nachschlüpfenden Larven zu töten und damit den Lebenszyklus der Läuse zu unterbrechen.
- Reinigen Sie Kämme, Bürsten und Haarspangen in heißer Seifenlauge und schrubben Sie sie dabei gründlich mit einer Bürste.
- Jedes Familienmitglied sollte, wenn möglich, eine eigene Bürste/Kamm benutzen.
- Wechseln Sie täglich Handtücher, Bettwäsche, Schlafanzüge und Unterwäsche.
- Wenn Sie ganz sichergehen wollen, waschen Sie alles, auf dem Läuse sein könnten bei 60 Grad mit normalem Waschmittel oder stecken Sie die Gegenstände für drei Tage in eine Plastiktüte.
- Lassen Sie Ihr Kind zuhause, bis die Erstbehandlung abgeschlossen ist, damit sich die Läuse nicht weiterverbreiten (meistens dauert das nur einen Tag).
- Informieren Sie unbedingt die Kindertagesstätte oder Schule und Personen, mit denen Ihr Kind engen Kontakt hatte.
Wie lange ist mein Kind krank?
Es dauert ungefähr 10 – 18 Tage, bis die Läuse sicher weg sind.
Nach der einmaligen Behandlung mit einem Kopflausmittel, das Dimeticon oder Permethrin enthält, darf Ihr Kind schon am nächsten Tag wieder Gemeinschaftseinrichtungen besuchen.
Was sind die Ursachen?
Ein Kopflausbefall hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Es ist auch völlig egal, wie lang die Haare sind und wie oft man sie wäscht.
Kopfläuse gibt es weltweit und das ganze Jahr über. Sie werden durch direkten Körperkontakt, zum Beispiel beim Spielen, übertragen. Sie wandern quasi von Kopf zu Kopf, denn sie können nicht fliegen oder springen. Manchmal werden Sie auch durch gemeinsam genutzte Bürsten oder Mützen weitergegeben.
Die Kopfläuse treten häufig in Kindertagesstätten oder Schulen auf.